NECROTIC FLESH "Postmortem Pleasures"
(MDD/Twilight)


Ich muss gestehen, dass ich mit den meisten MDD-Releases bisher nicht besonders gut warm geworden bin. Dies hat sich aber mit "Postmortem Pleasures" ein wenig geändert, denn NECROTIC FLESH verstehen es, richtig gute Songs zu schreiben. Musikalisch erinnert man dabei extrem an Bolt Thrower zu genialen "In Battle There Is No Law"-Zeiten, die gleiche Brutalität, die gleiche crustige Unbeschwertheit, fette Death Metal-Riffs, ein Quäntchen Grindcore und eine etwas undifferenzierte Produktion. Allerdings täte man der Band Unrecht, sie als reinen Klon abzutun, denn auch neuere Einflüsse sind in ihrem Sound auszumachen. Besonders Necrophobic habe ich heraushören können, was vor allem auf ein paar feine Schweden-Riffs zurückzuführen ist. Gekrönt wird die Scheibe von einem gleichermaßen brutalen wie coolen Sänger, der wiederum stark an den frühen Karl Willets erinnert, einem schicken Cover und einer völlig ausreichenden Spielzeit von 25:31 Minuten. Wer braucht schon eine Dreiviertel-Stunde Durchschnitt, wenn eine knappe halbe Stunde Spaß zu haben ist? Wer also die neueren Bolt Thrower zu luschig findet und Bock auf eine amtliche Zeitreise hat, wird bei NECROTIC FLESH definitiv sein Glück finden. Starkes Teil! (MAW)
11 Punkte

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